Der Gleitschirm-Simulator wurde dafür entwickelt, den Theorieunterricht in der Ausbildung zum Gleitschirmpiloten näher an die Praxis zu bringen. Weg vom Frontalunterricht, hin zum Lernen mit allen Sinnen.

Vor dem Umsetzen der Übungen in der Luft können die Bewegungsabläufe geübt und verinnerlicht werden. Ob es sich um die ersten Höhenflüge handelt oder um komplexe Flugfiguren im Sicherheitstraining – alles kann im Vorfeld trainiert werden.

Das führt unweigerlich zu mehr Sicherheit bei den ersten Flügen, zu mehr Selbstvertrauen bei den Piloten und Pilotinnen, zu schnelleren Erfolgen und steileren Lernkurven. Auch zu einer Steigerung der Motivation und des Spaßfaktors. Erlebe diese neue Dimension des Gleitschirmtrainings! – alleine, mit Freunden oder in der Schule deines Vertrauens.

Aufbau und Bestandteile

Karabiner
(Tragfähigkeit 230kg)

Wirbelschäkel für freies Drehen
(Tragfähigkeit 300kg)

3-Punkt-Aufhängung für effektive Gewichtsverlagerung;
(Gurtband Polyester 20mm )

Lärchenholz verleimt 27mm

Standard Aufhängung auf 3 Ebenen:
flexible A und B-Ebene mit realistischer Spannungsverteilung
fixe C-Ebene (2 x 220kg Leine)

Bremse 7cm Vorlauf, Steuerweg 65cm, zunehmender Steuerdruck

Tragegurt Beschleunigerweg 14cm, Standardversion B-Schirm


Preislisten und Bestellmöglichkeit

https://www.satkat.at/simulatoren-werkstatt/

Statement von Karl Slezak:

Lieber Xandi,

ich möchte Dich um Erlaubnis bitten, das aktuelle Bild auf Deiner FB-Seite verwenden zu dürfen (Anlage).
Das Bild zeigt aus meiner Sicht den Flugpraxis-Theorieunterricht der Zukunft (bei Dir schon Gegenwart).
Wir wollen bei den Flugschulen erreichen, dass Flugpraxis-Theorieunterricht, auch im Anfänger-Bereich, genauso stattfindet, wie es das Bild zeigt. Das ist auch schon Bestandteil der aktuell laufenden Fluglehrer-Fortbildungen.
Wir haben hierfür auch einen Produzenten von guten Simulatoren gewinnen können, die recht realistisch Steuerwege, Steuerdrücke, Kräfte auf den Leinen, etc. zeigen. Daneben sind natürlich die Vermittlung der Steuer-Stellungen (Geschwindigkeits-Bereiche), das Beschleunigen, die Gewichtsverlagerung, die Sitzpositionen und viele andere Dinge möglich.
Hättest Du Lust hierzu eventuell einen fachlichen Beitrag zu schreiben? Warum ist Simulator-Training so wichtig? Das wäre echt klasse!

Aber erstmal die Frage, ob ich das Bild (mit Quellenangabe) verwenden darf.

Vielen Dank und viele Grüße

Karl

Karl Slezak
Referat Sicherheit und Technik

DHV e.V. – Deutscher Gleitschirmverband und Drachenflugverband
Am Hoffeld 4
83703 Gmund am Tegernsee
Telefon: 08022/9675-0
Telefax: 08022/9675-99
E-Mail: karl.slezak@dhvmail.de
Website: www.dhv.de
Facebook: www.facebook.com/DeutscherHaengegleiterverbandeV/

Deutscher Gleitschirmverband und Drachenflugverband
39.000 Mitglieder – 310 Mitgliedsvereine – 130 Flugschulen
Beauftragter des Bundesverkehrsministers

DHV e.V.  – German Paragliding Federation and Hang Gliding Federation
39.000 Members – 310 Clubs – 130 Flying Schools
Official delegate from the Ministry of Transport

Statement vom DHV Sicherheits- und Technik Referat zum Simulator:

Liebe Flugschulleiterinnen, liebe Flugschulleiter,

bei den aktuell laufenden Online-Fluglehrer-Fortbildungen 2021 wird das Thema „Simulatortraining von Steuer-, Flug und Manövertechniken“ diskutiert.
Es gibt eigentlich niemanden, der Zweifel daran hat, dass die Vorbereitung der Flugschüler im Simulator eine absolut wichtige Sache ist.
Nicht nur für das Training von Steuertechniken und Retter-Auslösung. Auch für das Üben der Pilotenpositionen, des Luftraum-Checks, des Schulterblicks und zum Training von Strömungsabriss-Präventionstechniken.
Voraussetzung ist eine annähernd wirklichkeits-nahe Simulation der Gegebenheiten an Schirm und Gurtzeug im Simulator. Tragegurte, Steuerwege, Steuerdruck, Zugkräfte an den Leinen, Gurten und am Beschleuniger.

Statement Xandi Meschuh zum Simulator:

Lass uns mal ein Foto von einem Automobil aus dem Jahre 1950 anschauen, und lass uns ein Foto von einer Schulklasse aus dem gleichen Jahr anschauen, die gerade unterrichtet wird.
Das ganze vergleichen wir nun mit einem “Pic” von heute. Was dabei auffällt ist, wie rasant die Automobilentwicklung vorangeschritten ist, und wie der Schulunterricht noch gleich weiter läuft wie damals. Wohin ich auch schaue, weiterhin Frontalunterricht mit mäßigem Lernerfolg. Alternativpädagogik und Privatschulen mit neuen Lernkonzepten bleiben eher die Ausnahme. Was jedoch auffällt ist, dass immer mehr Schüler in der Stadt mit dem SUV direkt vor der Schule abgesetzt werden.

Mein Name ist Xandi Meschuh, ich besuchte 7 -Semester die Pädagigische Akademie in Klagenfurt, war mal Staatsmeister im Modellflug und mehrfacher Weltcupgewinner beim Gleitschirm Acrofliegen.  Seit 2002 bin ich Testpilot und veranstalte Gleitschirm Sicherheitstrainings.

Jeder Gleitschirm Pilot weiß, dass der Gleitschirm nicht nur mit den Steuerleinen geflogen wird. Die Gewichtsverlagerung ist ebenso wichtig. Der ganze Körper fliegt, und sollte irgendwann mal mit seinem Gurtzeug und seinem Schirm verschmelzen, eins werden.
Vor allem beim Manöverfliegen ist der richtige Bewegungsablauf das allerwichtigste.
Doch wie sollte dies beim Frontalunterricht geschehen, wenn der Lehrer im Simulator das Manöver vorzeigt, und die Teilnehmer im Unterrichtssessel es sich nur ansehen ? Das Ergebnis sieht man dann meist im ersten Flug. Spätestens dann merkt man, dass es ein paar Wiederholungen braucht, bis der Schüler im Manöver seinen Körper richtig einsetzt.
Dies verursacht jedoch Stress und brenzlige Situationen für Schüler und Lehrer.

Wenn nun aber jeder Schüler im Theorieunterricht sein eigenes Übungsgerät besitzt, sieht das ganze schon anders aus. Die Schüler lernen mit allen Sinnen, bewegen sich, ziehen an Stammleinen, Bremsen und Stabiloleinen bis die Finger rot sind  (-:.
Üben, üben, üben, bis es sitzt.
Müde werden oder Sekundenschlaf während des Unterrichts ? Fehlanzeige. Die Teilnehmer kommen ins Schwitzen, denn sie werden voll gefordert. Manch einer wird sich wundern, wieviele Wiederholungen es braucht, bis es richtig sitzt. Aber wer hat schon an einem Tag des Gehen erlernt ?

Am Ende jeder einzelnen Unterrichtseinheit folgt nun die Überprüfung vom Lernrziel durch den Lehrer. Er ruft:
Bremsen vom Halben schlag öffnen, voll ins Gas.
Seitenklapper kommt ! – Raus aus dem Gas – in die geklappte Seite fallen lassen, Aussenflügel abfangen, Klapper mit Bremse lösen.
Verhänger ! Stützen ! Öffnen mit Bremsinput, Stabi Leine, Öffnen mit Klapper !
Mit Verhänger, angelegtem Ohr und Beschleuniger Richtung Landeplatz…Kurvenflug nur mit Gewichtsverlagerung !

Es gibt unzählige tolle Beispiele, die der Lehrer mit den Schülern durchführen kann. Das tolle ist, dass der Trainer falsche Bewegungsabläufe beim Erarbeiten gleich erkennt, anstatt dann in der Luft die große Überraschung zu erleben.

Das Simulatortraining ist aber nicht nur für die Lehreinheit Flugpraxis anzuwenden.
Der eher trockene Teil vom Luftrecht kann mit Frontklapper oder anderen Übungen immer wieder aufgelockert werden. Und wenn in ein paar Jahren jeder Schüler seine eigene 3 D Brille auf hat, können auch die doch so wichtigen Ausweichregeln beim Lernen und Umsetzen auf ein neues Level gehoben werden. Wenn es während des Unterrichts etwas wichtiges zu notieren gibt, dann machen wir das am Kniebrett, denn wir sind doch schliesslich richtige Piloten (-:

Es kommen jedes Jahr einige Flugschulen bei mir am Landeplatz zu Besuch vorbei. Die Fluglehrer bewundern meine 15 Simulatoren, fotografieren diese von allen Seiten.
Ich muss niemanden von den Vorteilen überzeugen, jeder erkennt sofort, dass dies die Qualität des Unterrichts und des Lernerfolgs zu 100% steigert.

 

Übrigens, hab ich Euch schon erzählt, dass ich zukünftig die Steuerleinen meiner Schüler mit Buntstiften markieren werde ?
25 % Steuerweg: Grüm
50 % Steuerweg: Blau
75 % Steuerweg: Rot

 

Somit ist die Übertragung vom Schüler zum Lehrer um einiges präziser ! Und wer seinen Flugschüler oder Modellflieger präzise durch die Manöver steuern will, braucht eine präzise Übertragung vom Sender zum Empfänger.

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